Für Sie im Europäischen Parlament

Infos zur Ple­nar­wo­che

08.02.2019

Bei der Ple­nar­ta­gung nächs­te Woche in Straß­burg debat­tie­ren wir im Euro­päi­schen Par­la­ment über die Zukunft Euro­pas, die Ver­si­che­rung von Kraft­fahr­zeu­gen und ein Han­dels­ab­kom­men der EU mit Sin­ga­pur.

Zukunft Euro­pas

Wir wer­den die Zukunft Euro­pas nächs­te Woche mit dem ita­lie­ni­schen Pre­mier­mi­nis­ter Mario Con­te dis­ku­tie­ren. Hier­bei wird es vor allem auch um die Rol­le Ita­li­ens gehen. Die Stra­te­gie „Ita­li­en zuerst“ der popu­lis­ti­schen Regie­rung aus „Lega“ und „5 Ster­ne“ ent­puppt sich zuneh­mend als Luft­num­mer. Was Ita­li­en jetzt braucht, sind umfas­sen­de Struk­tur­re­for­men, um den hohen öffent­li­chen Schul­den­stand zu sen­ken. Grie­chen­land soll­te ein war­nen­des Bei­spiel sein. Als dritt­größ­te Volks­wirt­schaft Euro­pas wür­de ein Staats­bank­rott Ita­li­ens den gesam­ten Euro-Raum in eine Kri­se stür­zen.

Die Zah­len spre­chen für sich: Ledig­lich um 0,2 Pro­zent soll die ita­lie­ni­sche Wirt­schaft 2019 laut EU-Kom­mis­si­on wach­sen. Im Dezem­ber war noch von 1,2 Pro­zent die Rede. Jetzt zeigt sich, dass poli­ti­sche Unsi­cher­hei­ten dras­ti­sche Fol­gen haben. Über­dies ist Ita­li­en so hoch ver­schul­det wie kaum ein ande­res Land der Welt. Ita­li­en weist mit mehr als 130 Pro­zent Staats­ver­schul­dung in Rela­ti­on zum Brut­to­in­lands­pro­dukt ein erheb­li­ches Defi­zit auf. Zum Ver­gleich: Deutsch­lands Wert liegt bei 68 Pro­zent.

Ver­si­che­rung von Kraft­fahr­zeu­gen

Mit der über­ar­bei­te­ten Rege­lung zur Ver­si­che­rung von Kraft­fahr­zeu­gen wer­den die grenz­über­schrei­ten­den Rege­lun­gen von Scha­dens­an­sprü­chen bei Ver­kehrs­un­fäl­len ver­ein­facht.
Bei den popu­lä­ren E-Bikes oder E-Rol­lern müs­sen wir die Ent­wick­lung der Unfall­häu­fig­keit genau beob­ach­ten. Wäh­rend in eini­gen EU-Staa­ten die­se nur auf Geh- und Fahr­rad­we­gen erlaubt sind, ist in ande­ren Staa­ten wie­der­um eine Teil­nah­me von die­sen E-Model­len am Stra­ßen­ver­kehr vor­ge­se­hen.
Aus die­sem Grund sol­len nach unse­rer Auf­fas­sung von CDU/CSU die Mit­glied­staa­ten im Rah­men der natio­na­len Gesetz­ge­bung sel­ber ent­schei­den, ob die­se neu­en Fort­be­we­gungs­mit­tel zukünf­tig einer Ver­si­che­rungs­pflicht unter­lie­gen. EU-wei­te Stan­dards inklu­si­ve einer Ver­si­che­rungs­pflicht soll­te es dage­gen auch wei­ter­hin nur für die Fahr­zeu­ge geben, die auch eine EU-Typ­prü­fung benö­ti­gen.

Han­dels­ab­kom­men EU-Sin­ga­pur

Wir als CDU/C­SU-Grup­pe sind der Mei­nung, dass das Abkom­men mit Sin­ga­pur ein wei­te­rer Mei­len­stein in der Han­dels­po­li­tik der EU ist.
Sin­ga­pur ist der größ­te Han­dels­part­ner der ASE­AN-Staa­ten und eine Kon­junk­tur­lo­ko­mo­ti­ve. Für die export­star­ken deut­schen und euro­päi­schen Unter­neh­men gibt es damit neue Markt­chan­cen, da die wech­sel­sei­ti­gen Zöl­le inner­halb von fünf Jah­ren weg­fal­len.

Neben den Zöl­len wer­den über­dies die so genann­ten nicht-tarifä­ren Han­dels­hemm­nis­se abge­baut. Das sind vor allem tech­ni­sche Son­der­vor­schrif­ten, die oft teu­re Abwei­chun­gen von den Pro­dukt­stan­dards bedeu­ten. Deren Weg­fall ist beson­ders für die Berei­che Maschi­nen­bau, Kraft­fahr­zeu­ge und Elek­tro­nik bedeut­sam. Das EU-Sin­ga­pur-Abkom­men beinhal­tet zudem hohe Stan­dards in den Berei­chen Umwelt und Arbeit.