Für Sie im Europäischen Parlament

Paul McCart­ney for­dert Fair­ness

04.07.2018

Pop-Legen­de Paul McCart­ney (76) hat sich für die Reform des EU-Urhe­ber­rechts im Sin­ne des Ent­wurfs des Bericht­erstat­ters Axel Voss stark gemacht, die unter ande­rem Platt­for­men wie You­Tube stär­ker in die Ver­ant­wor­tung neh­men soll.

«Wir brau­chen ein Inter­net, das für alle fair und nach­hal­tig ist», schrieb der Ex-Beat­le in einem Brief an das EU-Par­la­ment.
Platt­for­men mit hoch­ge­la­de­nen Inhal­ten von Anwen­dern wür­den sich bis heu­te wei­gern, Künst­ler für ihre Arbeit zu ent­schä­di­gen. Gleich­zei­tig wür­den sie die Musik für ihren eige­nen Pro­fit nut­zen, kri­ti­sier­te McCart­ney.

McCart­ney wies in dem am Mitt­woch ver­öf­fent­lich­ten Schrei­ben auch auf die enor­me Bedeu­tung von Musik und Kul­tur hin: «Sie sind unser Herz und unse­re See­le. Aber sie sind nicht ein­fach so da. Sie erfor­dern die har­te Arbeit so vie­ler Men­schen». Musik schaf­fe Jobs und Wachs­tum und digi­ta­le Inno­va­tio­nen in ganz Euro­pa.

Auch der Bun­des­ver­band Musik­in­dus­trie beton­te die Dring­lich­keit der Reform. «Nach der­zeit gel­ten­dem Recht kann sich etwa You­Tube, de fac­to größ­ter Musik­strea­ming-Dienst der Welt, noch immer als rein tech­ni­scher Dienst­leis­ter dar­stel­len und Lizenz­zah­lun­gen umge­hen, obwohl der Dienst Inhal­te kura­tiert, mit Wer­bung ver­sieht, dadurch erheb­li­che Erlö­se mit ihnen erzielt und inso­fern deut­lich par­ti­zi­piert», hieß es in einer Mit­tei­lung des Ver­bands. «Trotz­dem zahlt die Platt­form an die Bran­che nur einen Bruch­teil des­sen, was durch Spo­ti­fy und ande­re Diens­te ein­ge­nom­men wird, die regu­lä­re Lizen­zen erwer­ben.»