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Infos zur Ple­nar­wo­che

12.01.2018

Bei der ers­ten Ple­nar­ta­gung in 2018 ste­hen vor allem das Ener­gie­pa­ket Sau­be­re Ener­gie, die Prio­ri­tä­ten der Bul­ga­ri­schen EU-Rats­prä­si­dent­schaft und die Lage im Iran auf unse­rer Agen­da im Euro­päi­schen Par­la­ment.

Ener­gie­pa­ket Sau­be­re Ener­gie

Wir stim­men im Euro­päi­schen Par­la­ment im Rah­men des so genann­ten Ener­gie­pak­tes über die För­de­rung der Erneu­er­ba­re Ener­gi­en, die Revi­si­on der Ener­gie­ef­fi­zi­enz und das Gover­nan­ce-Sys­tem der Ener­gie­uni­on ab.

Das über­ar­bei­te­te EU-Regel­werk legt die Zie­le im Bereich Erneu­er­ba­re Ener­gi­en und Ener­gie­ef­fi­zi­enz bis 2030 fest. Bei den Abstim­mun­gen in den zustän­di­gen Aus­schüs­sen des Par­la­men­tes einig­te man sich auf ein ver­pflich­ten­des natio­na­les Ziel von 35 Pro­zent bei Erneu­er­ba­ren Quel­len (Vor­schlag EU-Kom­mis­si­on 27 Pro­zent) sowie eben­falls 35 Pro­zent für die bis 2030 zu errei­chen­den Ener­gie­ein­spa­run­gen, die so genann­te Ener­gie­ef­fi­zi­enz (Vor­schlag EU-Kom­mis­si­on: 30 Pro­zent).

Das Gover­nan­ce-Sys­tem soll die bestehen­de Pla­nungs- und Bericht­erstat­tungs­pflicht in den genann­ten Berei­chen (Ener­gie­ef­fi­zi­enz, Erneu­er­ba­re Ener­gi­en) zusam­men­füh­ren und straf­fen sowie die Koor­di­nie­rung der ener­gie­po­li­ti­schen Maß­nah­men der Mit­glied­staa­ten und der EU ermög­li­chen.

Für uns als CDU/C­SU-Grup­pe steht im Vor­der­grund, dass die Zie­le für 2030 ambi­tio­niert und mach­bar blei­ben. Dabei soll­ten sich die Kli­ma­zie­le der künf­ti­gen Bun­des­re­gie­rung in das EU-Regel­werk ein­fü­gen.

Bul­ga­ri­sche EU-Rats­prä­si­dent­schaft

In einer Gene­ral­de­bat­te mit dem bul­ga­ri­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Boj­ko Boris­sow dis­ku­tie­ren wir die Prio­ri­tä­ten der gera­de begon­nen Rats­prä­si­dent­schaft. Als zen­tra­le The­men für die halb­jäh­ri­ge Amts­zeit hat die bul­ga­ri­sche Regie­rung fol­gen­de Punk­te genannt:

  • die Zukunft Euro­pas und sei­ner Jugend (Wirt­schafts­wachs­tum und sozia­ler Zusam­men­halt),
  • die Per­spek­ti­ve für die West­bal­kan­län­der in der EU,
  • Sicher­heit und Sta­bi­li­tät im Bereich der gemein­sa­men Asyl­po­li­tik und der Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung,
  • die Digi­ta­le Wirt­schaft (e-Copy­right, Cyber-Sicher­heit).

Bul­ga­ri­en ist der ers­te Staat aus Süd­ost­eu­ro­pa, der im Rah­men einer EU-Rats­prä­si­dent­schaft eige­ne Akzen­te set­zen kann. Dafür muss aus Sicht unse­rer CDU/C­SU-Grup­pe die EU ste­tig wei­ter an ihren Gemein­sam­kei­ten bei der Flücht­lings­po­li­tik arbei­ten.

Lage im Iran

Ein Jahr vor dem 40. Jah­res­tag der Isla­mi­schen Revo­lu­ti­on eska­liert die Situa­ti­on im Iran erneut. In den ver­gan­ge­nen Tagen und Wochen kam es zum wie­der­hol­ten Mal zu Pro­tes­ten der ira­ni­schen Bevöl­ke­rung gegen das Regime. Die Regie­rung reagier­te auf die Pro­tes­te mit Här­te, was zahl­rei­che Fest­nah­men, Tote bei Demons­tra­tio­nen sowie eine tem­po­rä­re Sper­rung des Inter­nets zur Fol­ge hat­te.

Das Revo­lu­ti­ons­ge­richt droh­te sogar mit der Todes­stra­fe. Die Euro­päi­sche Uni­on ver­folgt auf­merk­sam die anhal­ten­den Demons­tra­tio­nen und die zuneh­men­de Gewalt.

Mei­nungs­frei­heit ist eines der grund­le­gen­den Men­schen­rech­te und soll­te in jedem Land mög­lich sein – auch im Iran. Für uns als CDU/C­SU-Grup­pe ist das gewalt­sa­me Vor­ge­hen der ira­ni­schen Regie­rung gegen fried­li­che Demons­tran­ten inak­zep­ta­bel und soll­te bei Fort­set­zung die­ses Ver­hal­tens sank­tio­niert wer­den.

Zudem wird die Hohe Ver­tre­te­rin der EU, Fede­ri­ca Mog­her­i­ni, uns im Rah­men der Par­la­ments­de­bat­te vom Tref­fen der EU-Außen­mi­nis­ter mit ihrem ira­ni­schen Amts­kol­le­gen in Sachen wei­te­re Anwen­dung des Atom­ab­kom­mens (JCPOA) berich­ten.