Für Sie im Europäischen Parlament

In­fos zur Ple­nar­wo­che

13.11.2017

Die­se Wo­che be­ra­ten wir bei der Ple­nar­ta­gung des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments in Straß­burg u.a. über die Rechts­staat­lich­keit in Mal­ta so­wie Po­len, die Sen­kung von CO2-Emis­sio­nen und über Fah­reras­sis­tenz­sys­te­me im Stra­ßen­ver­kehr.

Fer­ner wird der LUX-Film­preis ver­ge­ben, der je­des Jahr vom Eu­ro­päi­schen Par­la­ment zur För­de­rung des Kul­tur­guts Films an ei­ne eu­ro­päi­sche Pro­duk­ti­on ver­lie­hen wird.

Rechts­staat­lich­keit in Mal­ta und Po­len

Im Ple­num de­bat­tie­ren wir mit Ver­tre­tern der EU-Kom­mis­si­on und des Mi­nis­ter­ra­tes die Recht­staat­lich­keit in Mal­ta und Po­len.
Mit­te Ok­to­ber kam die mal­te­si­sche Blog­ge­rin Daph­ne Ca­rua­na Ga­li­zia bei ei­nem At­ten­tat ums Le­ben. Auf Wunsch der Fa­mi­lie er­schie­nen der Re­gie­rungs­chef und die Staats­prä­si­den­tin von Mal­ta nicht zur Bei­set­zung, bei der auch der Prä­si­dent des Eu­ro­pa­par­la­ments, An­to­nio Ta­ja­ni, an­we­send war.

In Po­len be­fin­det sich die na­tio­nal-kon­ser­va­ti­ve PiS-Re­gie­rung seit über ei­nem Jahr im Dau­er­clinch mit der EU-Kom­mis­si­on. War­schau hat die Un­ab­hän­gig­keit der Ge­rich­te ein­ge­schränkt, in­dem das Höchst­al­ter der Rich­ter von 72 auf 65 Jah­re für Män­ner und 60 Jah­re für Frau­en ge­senkt wur­de, was Po­len zu­dem ein Ver­fah­ren we­gen Dis­kri­mi­nie­rung ein­brach­te. Zu­dem hat der Jus­tiz­mi­nis­ter gro­ßen Er­mes­sen­spiel­raum bei der Er­nen­nung von Rich­tern. Mög­li­cher­wei­se kommt es bald zu ei­nem bis­her noch nie da­ge­we­se­nen Ver­fah­ren, bei dem Po­len der Ent­zug der Stimm­rech­te bei der EU-Ge­setz­ge­bung droht.

Wir sind als CDU/C­SU-Grup­pe da­von über­zeugt, dass die­se öf­fent­li­che De­bat­te drin­gend not­wen­dig ist. Die eu­ro­päi­schen Grund­wer­te müs­sen im­mer wie­der neu ge­lebt wer­den, da­mit sie über­all in der EU selbst­ver­ständ­lich blei­ben.

Mo­bi­li­täts­pa­ket: Sen­kung von CO2-Emis­sio­nen

Die EU-Kom­mis­si­on muss ih­ren Vor­schlag für die wei­te­re Sen­kung der CO2-Emis­sio­nen für Pkw und Trans­por­ter bis zum Jahr 2030 ei­nem ers­ten Här­te­test bei uns im Eu­ro­päi­schen Par­la­ment un­ter­zie­hen. Das Mo­bi­li­täts­pa­ket sieht vor, die ab 2020 gül­ti­gen Grenz­wer­te von durch­schnitt­lich 95 Gramm/Kilometer für Pkw bis 2030 um 30 Pro­zent zu sen­ken. Da­bei strebt die EU-Kom­mis­si­on für 2025 ein Zwi­schen­ziel von 15 Pro­zent an. Die Vor­schlä­ge ge­hen nun ins EU-Ge­setz­ge­bungs­ver­fah­ren, in dem wir uns als Par­la­ment mit den na­tio­na­len Re­gie­run­gen auf künf­ti­ge EU-Stan­dards ei­ni­gen müs­sen.

Kli­ma­schutz und In­dus­trie­po­li­tik müs­sen in ei­ne ver­nünf­ti­ge Ba­lan­ce ge­bracht wer­den. Für uns als CDU/C­SU-Grup­pe ist es des­halb wich­tig, im Ge­setz­ge­bungs­ver­fah­ren für ei­nen Rea­li­täts-Check zu sor­gen.

Fah­reras­sis­tenz­sys­te­me im Stra­ßen­ver­kehr

Mehr als 90% al­ler Un­fäl­le im Stra­ßen­ver­kehr ha­ben mensch­li­che Feh­ler als Ur­sa­che. Um die­se Feh­ler zu mi­ni­mie­ren, soll des­halb der Ein­bau von Fah­reras­sis­tenz­sys­te­men wie Ge­schwin­dig­keits-, Spur­hal­te- und au­to­ma­ti­sche Brems­sys­te­me in der EU zur Pflicht wer­den und bei al­len neu­en Pkw, Trans­por­tern, Lkw und Bus­sen zu­künf­tig zur Se­ri­en­aus­stat­tung ge­hö­ren.
Für Last­kraft­wa­gen und Bus­se sol­len zu­dem Front-, Sei­ten- und Rück­fahr­ka­me­ras so­wie Wen­de­as­sis­tenz­sys­te­me zwin­gend vor­ge­schrie­ben wer­den, um den to­ten Win­kel zu ver­rin­gern.
Die­se Maß­nah­men wer­den wir in ei­nem Ent­schlie­ßungs­an­trag, den wir als CDU/C­SU-Grup­pe un­ter­stüt­zen, for­dern.