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Bre­x­it: Inter­es­sen der EU-Bür­ger haben Prio­ri­tät

30.03.2017

„Durch den Beginn des Ver­fah­rens nach Arti­kel 50 EU-Ver­trag been­det die bri­ti­sche Regie­rung end­lich die neun Mona­te lan­ge Unsi­cher­heit im Zuge des Bre­x­it-Votums. Die Ver­hand­lun­gen kön­nen jetzt sofort begin­nen“, sag­te der rechts­po­li­ti­sche Spre­cher der EVP-Frak­ti­on Axel Voss (CDU).

„Die Geschich­te wird zei­gen, dass der Bre­x­it ein gewal­ti­ger Feh­ler ist. Da sich die bri­ti­schen Wäh­ler aber für den Aus­tritt ent­schie­den haben, müs­sen wir dies respek­tie­ren. Die EVP-Frak­ti­on, zu der aus Deutsch­land die CDU/CSU gehö­ren, drängt dar­auf, dass zuerst die Schei­dung gere­gelt wird, bevor über ein neu­es Abkom­men gespro­chen wird. Und es wird auch kei­ne Son­der­rech­te im Bin­nen­markt geben kön­nen, die eine Bes­ser­stel­lung Groß­bri­tan­ni­ens gegen­über EU-Mit­glied­staa­ten bedeu­ten wür­de. Die Zeit des bri­ti­schen Rosi­nen­pi­ckens ist vor­bei. Ab jetzt zäh­len für uns nur noch die Inter­es­sen der ver­blei­ben­den 440 Mil­lio­nen Euro­pä­er“, führ­te der Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Voss, der die Städ­te Köln, Bonn und Lever­ku­sen sowie die Krei­se Rhein-Sieg und Rhein-Erft im Euro­päi­schen Par­la­ment ver­tritt, aus.

„Drei Din­ge sind im Ver­fah­ren nun beson­ders wich­tig: Ers­tens soll­te die Situa­ti­on der 3,2 Mil­lio­nen in Groß­bri­tan­ni­en leben­den EU-Bür­ger so schnell wie mög­lich geklärt wer­den. Dies gilt auch umge­kehrt für die 1,2 Mil­lio­nen Bri­ten, die in der EU leben. Zwei­tens brau­chen wir eine Ant­wort auf die Fra­ge nach den noch offe­nen Rech­nun­gen. Groß­bri­tan­ni­en muss sei­ne finan­zi­el­len Zusa­gen gegen­über der EU ein­hal­ten. Drit­tens wer­den wir es nicht zulas­sen, dass der Frie­den in Nord­ir­land gefähr­det wird“, so Voss abschlie­ßend.