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Mobi­les Inter­net in der EU wird schnel­ler

Euro­päi­sches Par­la­ment ver­ab­schie­det neue Stan­dards

Das mobi­le Sur­fen im Inter­net wird ein­fa­cher. Ab Janu­ar 2013 gibt es dafür mehr Fre­quen­zen. Das Euro­päi­sche Par­la­ment ver­ab­schie­de­te heu­te das ers­te Pro­gramm für die Fre­quenz­po­li­tik. Kon­kret geht es um das 800-MHz-Fre­quenz­band, das ab dem 01. Janu­ar 2013 in allen Mit­glied­staa­ten für kabel­lo­se Breit­band­in­ter­net­diens­te frei­ge­ge­ben wer­den soll. Fre­quen­zen im Bereich über 1200 MHz wer­den bis 2015 dem mobi­len Daten­ver­kehr zuge­wie­sen.

„Für draht­lo­se Breit­band­net­ze sol­len mehr Fre­quen­zen zur Ver­fü­gung ste­hen, als das bis­her der Fall ist. Mehr und mehr Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in Euro­pa nut­zen Smart­pho­nes, um zum Bei­spiel ihre Emails abzu­ru­fen oder Fotos zu sen­den. Die­se Flut an Daten droh­te die bis­lang ver­füg­ba­ren Über­tra­gungs­we­ge zu ver­stop­fen. Mehr Fre­quen­zen füh­ren dazu, dass wir unse­re mobi­len Inter­net­diens­te auch in Zukunft rei­bungs­los nut­zen kön­nen“, sag­te der CDU-Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Axel Voss.

Auf­grund der immer grö­ße­ren Ver­brei­tung von Smart­pho­nes sind neue Band­brei­ten nötig, damit die Anbie­ter in der Lage sind, dem wach­sen­den Daten­ver­kehr gerecht zu wer­den. Dar­über hin­aus will die EU bis 2020 jedem EU-Bür­ger min­des­tens eine Daten­über­tra­gung von 30 MBit pro Sekun­de zusi­chern. Der Hälf­te der Bür­ger sol­len dann bereits über 100 MBit pro Sekun­de zur Ver­fü­gung ste­hen.

Auch an ande­rer Front kämpft das Euro­päi­sche Par­la­ment für bes­se­re Bedin­gun­gen bei der mobi­len Inter­net­nut­zung. So sol­len die Prei­se für das Sur­fen mit dem Han­dy im EU-Aus­land ab die­sem Som­mer dras­tisch sin­ken.
Eine For­de­rung der EVP-Frak­ti­on zur neu­en Roa­ming-Ver­ord­nung beinhal­tet, dass etwa das Ver­sen­den von Fotos aus dem Urlaub in die Hei­mat oder die Navi­ga­ti­on über eine App von einer Sehens­wür­dig­keit zur ande­ren ab Juli nur noch 50 Cent pro Mega­byte kos­tet.

„Es ist gut für die Ver­brau­cher, wenn die Kos­ten für die Inter­net­nut­zung wei­ter gesenkt wer­den. Wer bis­her im Urlaub oder auf Geschäfts­rei­se sei­ne Emails auf einem Smart­pho­ne liest, ist oft­mals geschockt, wenn er nach der Rück­kehr die Rech­nung erhält. Es gibt kei­nen tech­ni­schen Grund, war­um das Sur­fen im Inter­net im euro­päi­schen Aus­land so viel teu­rer sein soll­te als zu Hau­se“, sag­te Voss, der die Städ­te Köln, Bonn und Lever­ku­sen sowie die Krei­se Rhein-Sieg und Rhein-Erft im Euro­päi­schen Par­la­ment ver­tritt.