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Die Ver­wal­tung des In­ter­nets – ein wich­ti­ges Zukunfts­thema

Schö­ne neue Welt: Das Bahn­ti­cket ist schnell on­line ge­bucht, per Kre­dit­kar­te be­zahlt und kommt per mail di­rekt aufs in­ter­net­fä­hi­ge iPho­ne. Das ist nur ein Bei­spiel für die un­zäh­li­gen Mög­lich­kei­ten, die uns das In­ter­net heu­te kon­kur­renz­los schnell und kos­ten­güns­tig bie­tet. Ob­wohl das World Wi­de Web als mo­der­nes Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­di­um er­st seit gut 20 Jah­ren im Ein­satz ist, sind Wirt­schaft und Tei­le der Ge­sell­schaft mitt­ler­wei­le ab­hän­gig vom Funk­tio­nie­ren des In­ter­nets. Wür­de ein Un­ter­neh­men, ganz Deutsch­land oder Eu­ro­pa für ei­ne Zeit un­ge­wollt auf „off­line“ ge­setzt, so hät­te dies weit­rei­chen­de Fol­gen.

Der Industrie- und der In­nen­aus­schuss des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments be­ra­ten da­her der­zeit über ei­nen Vor­schlag der Kom­mis­si­on zur so ge­nann­ten In­ter­net Go­ver­nan­ce, der Ver­wal­tung des In­ter­nets. Ziel des Be­rich­tes ist nicht, fest­zu­set­zen, ob und wie si­ch das Netz kon­trol­lie­ren oder gar zen­sie­ren lässt. Es gilt viel­mehr zu über­le­gen, wie die Eu­ro­päi­sche Uni­on da­für sor­gen kann, dass das In­ter­net sta­bil bleibt, für al­le Nut­zer­grup­pen zu­gäng­li­ch ist und gleich­zei­tig ein Miss­brauch ver­hin­dert wird. Er­for­der­li­ch er­scheint da­bei, auf ei­nen frei­en Netz­zu­gang, den Kampf ge­gen In­ter­net­kri­mi­na­li­tät und den Schutz Min­der­jäh­ri­ger au ach­ten. Wich­tig ist auch, dass wir jun­ge und äl­te­re Men­schen im ver­ant­wor­tungs­vol­len Um­gang mit dem Me­di­um In­ter­net aus­bil­den – denn man­geln­de In­ter­net­kom­pe­tenz kann si­ch leicht zu ei­nem „An­alpha­be­tis­mus des 21. Jahr­hun­derts“ aus­wir­ken.

Wir soll­ten uns auch auf „ba­sis­po­li­ti­scher“ Ebe­ne mit dem In­ter­net, dem Da­ten­schutz und der Cyber-Kriminalität be­schäf­ti­gen und Ant­wor­ten fin­den, da­mit wir uns auch ge­gen an­de­re Par­tei­en bes­ser po­si­tio­nie­ren kön­nen.