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Auf dem Weg zu einem lärmabhängigen Trassenpreis im Schienengüterverkehr

20.05.2011 09:59

Der Europaabgeordnete Axel Voss (CDU) und der Kreisvorsitzende der Bonner CDU Philipp Lerch freuen sich, dass die Lärmminderung weiter forciert wird.

„Die Rheinschiene ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Europas. Der Ausbau der Schieneninfrastruktur stellt einen entscheidenden wirtschaftlichen Faktor dar und sichert unsere Wettbewerbsfähigkeit. Dabei müssen die Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger an den Trassen so gering wie möglich gehalten werden. Das Europäische Gütervorranggesetz darf sich nicht einseitig zu Lasten der ohnehin lärmgeplagten Anwohnerinnen und Anwohner auswirken. Wir drängen auf die Einführung von lärmabhängigen Trassenpreisen, damit durch den verstärkten Einsatz von Wagen mit moderner Bremstechnik eine spürbare Lärmminderung eintritt“, erklärten Axel Voss und Philipp Lerch.

Für den EU-Parlamentarier Voss, der die Städte Köln, Bonn und Leverkusen sowie die Kreise Rhein-Sieg und Rhein-Erft im Europäischen Parlament vertritt, ist die Beantwortung seines neuerlichen Fragenkatalogs an die EU-Kommission ein deutliches Signal, dass die Schaffung eines einheitlichen europäischen Eisenbahnraums jetzt endlich bevor steht. Der einheitliche europäische Eisenbahnraum ist die Voraussetzung für die Erhebung von einheitlichen Wegeentgelten nach Lärmemissionen.
„Im Juni werden wir im Europa-Parlament in 2. Lesung die sog. Eurovignetten-Richtlinie beraten. Nach dieser neuen Richtlinie wird zukünftig zugelassen, dass für den Straßengüterverkehr Kosten von Lärmauswirkungen angelastet werden können. Und was für die Straße gilt, wird dann auch für die Schiene gelten“, erläutert Voss.

„Der zunehmende Nord-Süd-Schienengüterverkehr wird zum Großteil durch das Bonner Nadelöhr gepresst. Schon jetzt gehört das Rheintal nachts zu den lautesten Regionen Deutschlands. Mit seinen vielen Wohngebieten, Krankenhäusern, Schulen und Seniorenheimen an den Bahntrassen auf beiden Seiten des Rheins ist Bonn ganz besonders auf umfangreiche Schutzmaßnahmen angewiesen. Selbst wenn tatsächlich eine Entlastungsstrecke für das Rheintal gebaut wird, fahren die Züge noch viele Jahre lang Tag und Nacht in immer kürzeren Abständen nah an den Häuserwänden vorbei. Alle wirksamen Maßnahmen an der Schieneninfrastruktur und den Fahrzeugen sowie ein höherwertiger Lärmschutz über aktuelle Pilotprojekte hinaus müssen so schnell wie möglich umgesetzt werden“, unterstreicht Lerch.

 

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