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Axel Voss für freiwillige Frauenquote für Unternehmen
17.09.2010 12:11
„Die Wirtschaft mit einer Frauenquote zu belegen, halte ich für falsch“, erklärte Europaabgeordneter Axel Voss (CDU) zum jüngsten Vorstoß von EU-Kommissarin Viviane Reding.
Die luxemburgische EU-Spitzenbeamtin, die Vizepräsidentin der EU-Kommission und für Justiz- und Gleichstellungsfragen zuständig ist, hatte sich dafür ausgesprochen, eine Frauenquote für Unternehmen gesetzlich vorzuschreiben, wenn bis Ende 2011 nicht ein höherer Frauenanteil in Führungspositionen der Wirtschaft erreicht wird.
„Es gilt vor allem, Bürokratie abzubauen und nicht die Wirtschaft durch Quotenregelungen noch mehr zu reglementieren. Die Unternehmen sollten weiterhin nach dem Leistungsprinzip ihre Personalentscheidungen treffen können. Ich bin der Überzeugung, dass sich gute Frauen auch ohne Quote durchsetzen werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist die frisch gekürte „Managerin des Jahres“ Frau Birgit Behrendt, die Einkaufschefin bei einem großen Automobilkonzern ist und der ich herzlich zu dieser Auszeichnung gratuliere“, erläuterte Axel Voss, der im Europäischen Parlament Mitglied des Justiz- und Innenausschusses ist.
Nach Auffassung des EU-Parlamentariers wird eine europäische Quotenregelung auch nicht dazu beitragen, die Akzeptanz der EU in der Bevölkerung zu erhöhen. „Die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich nach meiner Erfahrung eher weniger Bürokratie und keine Bevormundung“, meinte Axel Voss abschließend.


