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Gas­tro­no­mie darf nicht über­for­dert wer­den

27.07.2017

EU-Kom­mis­si­on schlägt Re­geln für Acryl­amid vor

Die EU-Kom­mis­si­on plant die Be­gren­zung von Acryl­amid in ge­ba­cke­nen und frit­tier­ten Le­bens­mit­teln. Ei­ner ent­spre­chen­den Ver­ord­nung ha­ben nun die Mit­glied­staa­ten zu­ge­stimmt. Die Ver­ord­nung sieht zwar kei­ne ver­pflich­ten­den Grenz­wer­te vor, setzt aber stren­ge Richt­wer­te, die die Her­stel­ler durch ge­naue Zu­be­rei­tungs­emp­feh­lun­gen und Le­bens­mit­tel­ana­ly­sen er­zie­len sol­len.

„Acryl­amid ist krebs­aus­lö­send. Des­halb ist es ge­ne­rell rich­tig, dass die EU-Kom­mis­si­on den Ge­halt die­ses Stof­fes in Le­bens­mit­teln sen­ken will. Der Vor­schlag ist nur lei­der ein Mam­mut­ka­ta­log von Ein­zel­maß­nah­men, der ins­be­son­de­re klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men so­wie Gas­tro­no­mie­be­trie­be vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen stel­len dürf­te. Auch sie müss­ten nach dem Kom­mis­si­ons­vor­schlag stren­ge Zu­be­rei­tungs­re­geln be­ach­ten, den Acryl­amid-Ge­halt re­gel­mä­ßig im La­bor ana­ly­sie­ren las­sen und al­les do­ku­men­tie­ren“, sagt der Eu­ro­pa­ab­ge­ord­ne­te Axel Voss (CDU).

„Wir wer­den den Vor­schlag des­halb ge­nau prü­fen Viel­leicht wä­re es sinn­vol­ler, ei­nen ver­pflich­ten­den Acryl­amid-Grenz­wert für vor­ver­pack­te Le­bens­mit­tel fest­zu­le­gen. Sol­che Er­zeug­nis­se kön­nen un­ter den im­mer glei­chen Be­din­gun­gen pro­du­ziert wer­den und die Her­stel­ler wis­sen selbst am bes­ten, wie sie den Grenz­wert er­rei­chen kön­nen. Für Her­stel­ler nicht vor­ver­pack­ter Frisch­pro­duk­te hin­ge­gen er­schei­nen die Vor­schlä­ge erst ein­mal zu bü­ro­kra­tisch. Das wer­den wir eben­falls noch ab­prü­fen“, er­läu­tert Voss, der die Städ­te Köln, Bonn und Le­ver­ku­sen so­wie die Krei­se Rhein-Sieg und Rhein-Erft im Eu­ro­päi­schen Par­la­ment ver­tritt