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Mas­sen­haf­te Ent­eig­nung in der Tür­kei ist skan­da­lös!

29.06.2017

„Die aktu­el­len Mas­sen­kon­fis­zie­run­gen im Süd­os­ten der Tür­kei ver­ur­tei­le ich auf das Schärfs­te! In der tür­ki­schen Repu­blik gibt es kei­ne wirk­li­che Reli­gi­ons­frei­heit, das ist bekannt. Aber die nun erfolg­te Ver­staat­li­chung von jahr­tau­sen­de­al­tem Kul­tur­er­be der ara­mäi­schen Chris­ten ist abso­lut bei­spiel­los“, sagt der Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Axel Voss (CDU).

Die Ara­mä­er haben durch einen Erlass in der Stadt Mar­din und Umge­bung mehr als 50 Kir­chen, Klös­ter und Grab­an­la­gen an die tür­ki­sche Reli­gi­ons­be­hör­de Diya­net abge­ben müs­sen. Die Ara­mä­er sind in der Tür­kei als Min­der­heit nicht aner­kannt und kön­nen daher das Recht auf Reli­gi­ons­frei­heit nicht ent­spre­chend aus­üben.

„Als recht­li­che Eigen­tü­me­rin kann Diya­net nun über die Gebäu­de nach Belie­ben ver­fü­gen. Das Kul­tur­er­be kann an Drit­te ver­äu­ßert, in Muse­en oder auch Mosche­en umge­wid­met wer­den. Ganz offen­sicht­lich arbei­tet die tür­ki­sche Regie­rung dar­an, die Min­der­heit der Ara­mä­er aus dem Land zu ver­trei­ben. Vor die­sem Hin­ter­grund ist es noch unglaub­li­cher, dass die Tür­kei wei­ter­hin offi­zi­ell dar­auf besteht, Mit­glied der EU zu wer­den“, führt Voss aus.