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Count­down hat be­gon­nen!

09.06.2017

Der Count­down für ei­ne ge­mein­sa­me Eu­ro­päi­sche Ver­tei­di­gungs­uni­on hat be­gon­nen!

Die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on hat in die­ser Wo­che ein so ge­nann­tes Re­fle­xi­ons­pa­pier vor­ge­stellt, das drei mög­li­che Sze­na­ri­en für die Zu­kunft der eu­ro­päi­schen
Ver­tei­di­gung vor­sieht:
1. Zu­sam­men­ar­beit im Be­reich Si­cher­heit und Ver­tei­di­gung
2. Ge­teil­te Ver­ant­wor­tung für Si­cher­heit und Ver­tei­di­gung
3. Ge­mein­sa­me Ver­tei­di­gung und Si­cher­heit

„Al­le Sze­na­ri­en un­ter­stüt­zen den An­satz ei­ner en­ge­ren Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen der EU und der NATO, va­ri­ie­ren aber in Be­zug auf Frei­wil­lig­keit und Ver­pflich­tung. In den nächs­ten Mo­na­ten müs­sen die EU-Mit­glied­staa­ten nun ent­schei­den, ob und wie die Ver­tei­di­gungs­ko­ope­ra­ti­on zu stär­ken ist“, sag­te der Eu­ro­pa­ab­ge­ord­ne­te Axel Voss (CDU).

„Un­ab­hän­gig von dem letzt­end­lich ge­wähl­ten An­satz ist im Ver­trag von Lis­sa­bon ei­ne ge­mein­sa­me Ver­tei­di­gungs­po­li­tik der Uni­on vor­ge­se­hen. Dies er­for­dert, dass die ge­mein­sa­me Ver­ant­wor­tung für den Schutz Eu­ro­pas und die ge­gen­sei­ti­ge Un­ter­stüt­zung von den Mit­glied­staa­ten wahr­ge­nom­men wird – oh­ne Aus­nah­men“, führt Voss aus.

„Die Da­ten der EU-Kom­mis­si­on zei­gen deut­lich: Die jähr­li­chen Kos­ten auf­grund man­geln­der Ko­ope­ra­ti­on der Mit­glied­staa­ten um­fas­sen min­des­tens 25 Mrd. Eu­ro. Trotz et­wa 200 Mrd. Eu­ro auf­ad­dier­ter Ver­tei­di­gungs­bud­gets der 28 EU-Län­der bleibt die Ein­satz­be­reit­schaft ge­ring, so­dass nur knapp 3% der eu­ro­päi­schen Trup­pen wenn nö­tig ein­satz­be­reit wä­ren, das ist alar­mie­rend!“, un­ter­streicht Voss, der die Städ­te Köln, Bonn und Le­ver­ku­sen so­wie die Krei­se Rhein-Sieg und Rhein-Erft im Eu­ro­päi­schen Par­la­ment ver­tritt, nach­drück­lich.

„We­gen der zu­neh­men­den Be­dro­hun­gen und der sich ver­schlech­tern­den Si­cher­heits­la­ge in und um Eu­ro­pa muss die Ver­tei­di­gungs­po­li­tik ef­fi­zi­en­ter ge­stal­tet wer­den. In Zei­ten des Brex­its und von Do­nald Trump liegt die Ver­ant­wor­tung zur Ver­bes­se­rung der eu­ro­päi­schen Si­cher­heit vor al­lem in eu­ro­päi­schen Hän­den. Auch als ge­stärk­ter Pfei­ler der NATO muss die Eu­ro­päi­sche Uni­on er­wach­sen wer­den und sich und ih­re In­ter­es­sen ver­tre­ten. Den Wor­ten müs­sen end­lich Ta­ten fol­gen. Wenn wir die EU und ih­re Bür­ger schüt­zen wol­len, müs­sen wir be­reits ver­ein­bar­te Ver­tei­di­gungs­be­schlüs­se end­lich um­set­zen“, for­dert Axel Voss ab­schlie­ßend.