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Beipack­zettel muss ver­ständ­li­cher wer­den

13.04.2017

Die EU-Kom­mis­si­on hat einen Bericht zum The­ma „Schaf­fung eines Gemein­schafts­ko­de­xes für Human­arz­nei­mit­tel“ vor­ge­legt. Dar­in wird fest­ge­stellt, dass die Ver­ständ­lich­keit von Bei­pack­zet­teln für Arz­nei­mit­tel nicht wirk­lich gege­ben ist. Die Kom­mis­si­on macht jedoch kei­ne kon­kre­ten Vor­schlä­ge zur Abhil­fe die­ser für vie­le Men­schen bekann­ten Situa­ti­on.

„Die ver­wen­de­te Spra­che ist häu­fig zu kom­pli­ziert und Gestal­tung wie Lay­out sind nicht immer benut­zer­freund­lich, ins­be­son­de­re was die Schrift­grö­ße anbe­trifft. Bereits im Jahr 2012 hat der Gesetz­ge­ber die Kom­mis­si­on ver­pflich­tet, bis spä­tes­tens 2013 einen Bericht zur ver­bes­ser­ten Les­bar­keit des Bei­pack­zet­tels vor­zu­le­gen. Die­ser Bericht kommt nun vier Jah­re spä­ter und ent­hält kei­ner­lei kon­kre­te For­de­run­gen. Das ist sehr ent­täu­schend“, sag­te der Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Axel Voss (CDU).

„Aus per­sön­li­chen Erfah­run­gen wis­sen wir alle, dass viel­fach Bei­pack­zet­tel nicht gele­sen wer­den, weil sie zu kom­pli­ziert sind. Dadurch gehen wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen ver­lo­ren. Ande­rer­seits ist es auch häu­fig so, dass Bei­pack­zet­tel inten­siv gele­sen wer­den und dann aus Angst vor mög­li­chen Neben­wir­kun­gen Medi­ka­men­te weg­ge­wor­fen wer­den. Bei­des ist kon­tra­pro­duk­tiv und des­halb müs­sen wir gegen­steu­ern“, for­dert Voss.

„In den USA hat es sich bewährt, die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen in gro­ßer, leicht les­ba­rer Schrift zu dru­cken. Ich kann nicht ver­ste­hen, dass die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on nach sechs Jah­ren Berich­t­er­stel­lung nur kon­sta­tiert und wei­ter prü­fen will“, so Voss abschlie­ßend.