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Euro­päi­sches Soli­da­ri­täts­korps

10.04.2017

Aus­wahl der Teil­neh­mer beginnt

„Soli­da­ri­tät ist eine der wich­tigs­ten Grund­la­gen der Euro­päi­schen Uni­on. Es ist schön, wenn man dies schon als jun­ger Mensch selbst erfah­ren kann. Das ist eines der Zie­le des neu­en Euro­päi­schen Soli­da­ri­täts­korps“, so der Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Axel Voss (CDU).

Mit­te Dezem­ber wur­de das Euro­päi­sche Soli­da­ri­täts­korps ins Leben geru­fen. Seit­dem haben sich schon fast 24.000 jun­ge Men­schen frei­wil­lig gemel­det. Auf­ga­be ist es, zwi­schen zwei und zwölf Mona­ten bei einer aner­kann­ten Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on, einer loka­len oder natio­na­len Behör­de oder einem Unter­neh­men eine Aus­bil­dung oder ein Prak­ti­kum zu absol­vie­ren. Außer­dem gibt es auch die Mög­lich­keit, eine befris­te­te, bezahl­te Stel­le anzu­tre­ten.

Die EU-Kom­mis­si­on hat nun eine Daten­bank frei­ge­schal­tet, in der Orga­ni­sa­tio­nen, die Stel­len anbie­ten, nach geeig­ne­ten, jun­gen Leu­ten suchen kön­nen. Bereits in die­sem Früh­jahr sol­len die ers­ten Ein­sät­ze begin­nen.
Alle jun­gen Euro­päe­rin­nen und Euro­pä­er aus den EU-Mit­glied­staa­ten sowie Island, Liech­ten­stein, Nor­we­gen, der Tür­kei und der ehe­ma­li­gen jugo­sla­wi­schen Repu­blik Maze­do­ni­en kön­nen an die­sem Pro­gramm teil­neh­men.
Bis Ende 2020 sol­len rund 100.000 jun­ge Men­schen zwi­schen dem 18. und 30. Lebens­jahr die Mög­lich­keit erhal­ten, teil­zu­neh­men.

„Eine Vor­aus­set­zung für die Teil­nah­me ist das Bekennt­nis zu Wer­ten wie Gerech­tig­keit, Chan­cen­gleich­heit, Viel­falt, Nicht­dis­kri­mi­nie­rung, Tole­ranz, Soli­da­ri­tät und Gleich­heit. Dazu wer­den eine Viel­zahl an Ein­satz­mög­lich­kei­ten gebo­ten, bei­spiels­wei­se Hil­fe beim Wie­der­auf­bau von Schu­len nach einem Erd­be­ben, Unter­stüt­zung kürz­lich ein­ge­trof­fe­ner Asyl­be­wer­ber, Wald­ar­bei­ten zur Ver­mei­dung der Aus­brei­tung von Brän­den sowie Arbeit mit Men­schen mit Behin­de­run­gen“, führt Voss wei­ter aus.

„Not­hil­fe bei Kata­stro­phen ist kei­ne fest­ge­schrie­be­ne Auf­ga­be der Euro­päi­schen Uni­on. Die Prak­ti­kan­ten, Aus­zu­bil­den­den oder Teil­neh­mer mit einem befris­te­ten Arbeits­ver­trag wer­den gemäß der vor Ort gel­ten­den Geset­ze und Tarif­re­ge­lun­gen bezahlt. Frei­wil­li­ge bekom­men kei­nen Lohn, jedoch wer­den Kos­ten für die An- und Abrei­se, Unter­kunft, Ver­pfle­gung, Kran­ken­ver­si­che­rung und ein Taschen­geld für all­täg­li­che Aus­ga­ben gestellt. Hier­bei liegt der Fokus neben der Soli­da­ri­tät auf dem Erwerb beruf­li­cher Erfah­rung und Kom­pe­ten­zen“, so Axel Voss, der die Städ­te Köln, Bonn und Lever­ku­sen sowie die Krei­se Rhein-Sieg und Rhein-Erft im Euro­päi­schen Par­la­ment ver­tritt, abschlie­ßend.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter: https://europa.eu/youth/SOliDARITY_de