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Steu­er­pflicht muss auch für gro­ße Kon­zer­ne gel­ten

24.09.2014

Vor­stoß der OECD ist rich­tig und wich­tig

„Es darf nicht sein, dass gro­ße Kon­zer­ne zur Steu­er­ver­mei­dung ih­re Ge­win­ne über Län­der­gren­zen hin- und her ba­lan­cie­ren. Ge­ra­de ame­ri­ka­ni­sche Groß­kon­zer­ne nut­zen Me­tho­den der le­ga­len Steu­er­ver­mei­dung, um mög­lichst we­nig von ih­ren mil­li­ar­den­schwe­ren Ge­win­nen an die Fi­nanz­äm­ter in Eu­ro­pa ab­zu­füh­ren. Der ak­tu­el­le Vor­stoß der OECD für ei­ne in­ter­na­tio­na­le Re­ge­lung ge­gen die­se Pra­xis ist des­halb rich­tig und wich­tig. Auch in Eu­ro­pa müs­sen wir nun un­se­re Haus­auf­ga­ben ma­chen“, for­dert der Eu­ro­pa­ab­ge­ord­ne­ter Axel Voss, der stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der des Rechts­aus­schus­ses des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments ist.

„Es ist ab­so­lut not­wen­dig, dass die EU-Kom­mis­si­on for­mal prüft, ob Steu­er­spar­mo­del­le in­ner­halb der EU als staat­li­che Bei­hil­fen ein­zu­ord­nen sind. Dar­über hin­aus stellt sie um­fas­sen­de Nach­for­schun­gen zu Steu­er­ent­schei­den in ver­schie­de­nen Mit­glied­staa­ten an. Wir ha­ben zu­dem im Eu­ro­päi­schen Par­la­ment be­reits im April die­ses Jah­res die EU-Mit­glied­staa­ten auf­ge­for­dert, bis zum 31. De­zem­ber 2014 Rechts­vor­schrif­ten zum Schutz vor miss­bräuch­li­chen Steu­er­prak­ti­ken zu ver­ab­schie­den. Die EU-Län­der, die sich für die na­tio­nal ge­re­gel­te Steu­er­ge­setz­ge­bung zu­stän­dig zeich­nen, sind al­so nun am Zu­ge, ei­nen fai­ren Steu­er­wett­be­werb in­ner­halb der EU si­cher­zu­stel­len“, er­läu­tert Voss ab­schlie­ßend.