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Jean-Clau­de Juncker mit deut­li­cher Mehr­heit zum Kom­mis­si­ons­prä­si­den­ten ge­wählt

16.07.2014

His­to­ri­scher Sieg für De­mo­kra­tie in Eu­ro­pa

Der ehe­ma­li­ge lu­xem­bur­gi­sche Mi­nis­ter­prä­si­dent Jean-Clau­de Juncker ist vom Eu­ro­päi­schen Par­la­ment mit deut­li­cher Mehr­heit zum Prä­si­den­ten der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on ge­wählt wor­den. Erst­mals wur­de der Kom­mis­si­ons­prä­si­dent nicht in ei­ner ge­hei­men Sit­zung von den Staats- und Re­gie­rungs­chefs der EU-Län­der aus­er­ko­ren, son­dern war Spit­zen­kan­di­dat bei der Eu­ro­pa­wahl.

„Heu­te ist ein gro­ßer Tag für die De­mo­kra­tie in Eu­ro­pa! Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ha­ben durch ih­re Stimm­ab­ga­be ent­schie­den, wer Kom­mis­si­ons­prä­si­dent wer­den soll. Ich ha­be mich sehr für die­se Ent­wick­lung ein­ge­setzt und bin froh, dass wir un­ser Ziel er­reicht ha­ben“, sag­te der CDU-Eu­ro­pa­ab­ge­ord­ne­te Axel Voss am Ran­de der Ple­nar­sit­zung in Straß­burg.

In sei­ner Re­de be­kräf­tig­te Jean-Clau­de Juncker, dass sich Eu­ro­pa ver­stärkt um Wirt­schafts­wachs­tum und neue Ar­beits­plät­ze küm­mern muss. Ein Mit­tel sind In­ves­ti­tio­nen in En­er­gie­ef­fi­zi­enz. „Hier setzt Juncker die rich­ti­gen Ak­zen­te. Mo­men­tan zah­len wir mehr als 1 Mrd. Eu­ro für En­er­gie­im­por­te – das meis­te da­von an Russ­land. Die­ses Geld wä­re bes­ser in un­se­rem Um­feld für Hand­werk und In­dus­trie ein­zu­set­zen“, for­der­te Voss, der die Städ­te Köln, Bonn und Le­ver­ku­sen so­wie die Krei­se Rhein-Sieg und Rhein-Erft im Eu­ro­päi­schen Par­la­ment ver­tritt.

Ei­ne Po­li­tik des Wachs­tums durch neue Schul­den er­teil­te Juncker ei­ne kla­re Ab­sa­ge. Au­ßer­dem sprach er sich da­für aus, dass die Eu­ro­päi­sche Uni­on in den nächs­ten fünf Jah­ren kei­ne wei­te­ren Mit­glied­staa­ten auf­nimmt. Juncker will Eu­ro­pa auf sei­ne we­sent­li­chen Auf­ga­ben kon­zen­trie­ren und hat der Bü­ro­kra­tie den Kampf an­ge­sagt. „Auch hier hat Jean-Clau­de Juncker die rich­ti­ge Ziel­rich­tung. Er hat ge­ra­de in der schwie­ri­gen Pha­se der Fi­nanz­kri­se als Chef der Eu­ro-Grup­pe ge­zeigt, dass er Ver­ant­wor­tung über­nimmt. Auch das prä­des­ti­niert ihn für die­se po­li­ti­schen Her­aus­for­de­run­gen“, so Voss ab­schlie­ßend.