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EU-Schulden­plan ge­fähr­det die Eu­ro­zo­ne

18.06.2014

 Die Neu­be­rech­nung des Sta­bi­li­täts­pak­tes lässt die Sta­bi­li­tät wa­ckeln

Der Vor­schlag der Kri­sen­län­der, den Sta­bi­li­täts­pakt neu zu be­rech­nen, stößt bei dem Bon­ner Eu­ro­pa­ab­ge­ord­ne­ten Axel Voss auf hef­ti­ge Kri­tik: „Ein Auf­wei­chen des Sta­bi­li­täts­pak­tes ist der An­fang der Schul­den­uni­on. Wir müs­sen aus der Ver­gan­gen­heit ler­nen! Es kann nicht sein, dass die Sta­bi­li­täts­re­geln be­lie­big in­ter­pre­tiert wer­den, wie dies die So­zia­lis­ten nun vor­schla­gen.“

In Eu­ro­pa rüt­teln Län­der wie Frank­reich und Ita­li­en seit Län­ge­rem am Sta­bi­li­täts­pakt und plä­die­ren für mehr Fle­xi­bi­li­tät und Zeit. Die neue For­de­rung, die In­ves­ti­tio­nen für Wachs­tum von den Schul­den ab­zu­zie­hen, ge­fähr­det al­le Fort­schrit­te der ver­gan­ge­nen Jah­re. „Ei­ne groß­zü­gi­ge­re Aus­le­gung des Euro-Stabilitätspaktes steht im völ­li­gen Ge­gen­satz zu den eu­ro­päi­schen In­ter­es­sen. Für das Vor­pre­schen von Wirt­schafts­mi­nis­ter Ga­bri­el wird si­ch der deut­sche Steu­er­zah­ler no­ch mal be­dan­ken. Die Schul­den­po­li­tik der SPD hat­te Eu­ro­pa er­st kürz­li­ch in ei­ne der größ­ten Wirt­schafts­kri­sen ge­stürzt“, be­grün­det Voss sei­ne Kri­tik.

„Die Un­ter­stüt­zung des Vor­sto­ßes durch die So­zia­lis­ten ist völ­lig kon­tra­pro­duk­tiv. Wir dür­fen in Eu­ro­pa kei­ne Feh­ler wie­der­ho­len. Ein ers­ter Schritt wur­de heu­te ge­tan, denn wir ha­ben heu­te in der EVP-Fraktion mehr­heit­li­ch die For­de­rung an die EU-Kommission ver­ab­schie­det, am Wirtschafts- und Sta­bi­li­täts­pakt in der jet­zi­gen Form fest­zu­hal­ten“, un­ter­streicht der CDU-Abgeordnete Voss, der die Städ­te Köln, Bonn und Le­ver­ku­sen so­wie die Krei­se Rhein-Sieg und Rhein-Erft im Eu­ro­päi­schen Par­la­ment ver­tritt, ab­schlie­ßend.