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Da­ten­schutz: Si­cher­heit in Eu­ro­pa ist nur die hal­be Mie­te

12.03.2014

Da­ten deut­scher Bür­ge­rin­nen und Bür­ger müs­sen welt­weit si­cher sein

„Der Schutz per­so­nen­be­zo­ge­ner Da­ten ist ein Grund­recht. Un­se­re Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ha­ben ein Recht dar­auf, dass ih­re Da­ten ge­heim blei­ben“, sag­te der Eu­ro­pa­ab­ge­ord­ne­te Axel Voss (CDU) am Ran­de der heu­ti­gen Ab­stim­mung im Eu­ro­päi­schen Par­la­ment in Straß­burg.
Mit Blick auf den NSA-Skan­dal führ­te der Rechts­an­walt aus: „Über­all dort, wo Da­ten eu­ro­päi­scher Bür­ger ver­ar­bei­tet wer­den, muss auch eu­ro­päi­sches Recht die Grund­la­ge sein – Re­spekt al­so auf bei­den Sei­ten des At­lan­tiks!“

Durch die neue eu­ro­päi­sche Da­ten­schutz­ver­ord­nung wä­re zu­min­dest in Eu­ro­pa der Fli­cken­tep­pich von 28 Ein­zel­ge­set­zen pas­sé. „Für den Schutz von per­sön­li­chen Da­ten gibt es künf­tig ein­heit­li­che Stan­dards, die in je­dem EU-Land gleich gel­ten wer­den. Da­mit wer­den die Rech­te der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger deut­lich ge­stärkt. Da­bei blei­ben die Stan­dards trotz er­heb­li­cher Ver­bes­se­run­gen für die Nut­zer auch für die Wirt­schaft noch prak­ti­ka­bel“, führt Voss wei­ter aus.

Nun müs­sen sich Eu­ro­päi­sches Par­la­ment und die Mit­glieds­staa­ten im Eu­ro­päi­schen Rat über den end­gül­ti­gen Text der Ver­ord­nung ei­ni­gen. „Ich hof­fe, dass die Mit­glied­staa­ten end­lich den Wil­len auf­brin­gen zu han­deln. Wir als Par­la­ment sind be­reit, die Rech­te der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger deut­lich zu stär­ken“, un­ter­streicht Voss.

„So drin­gend not­wen­dig die Da­ten­schutz­ver­ord­nung auch ist, so hilft sie lei­der nicht um­fäng­lich ge­gen ei­ne mög­li­che Aus­spä­hung durch aus­län­di­sche Ge­heim­diens­te. Das zeigt der Ab­schluss­be­richt des NSA-Un­ter­su­chungs­aus­schus­ses, der eben­falls heu­te in Straß­burg ab­ge­stimmt wur­de“, sag­te der CDU-Eu­ro­pa­ab­ge­ord­ne­te Axel Voss, der bei­de Be­rich­te für die EVP-Frak­ti­on ver­ant­wort­lich be­treut.

„Wir müs­sen mehr tun: Wir brau­chen ers­tens ei­nen bal­di­gen Ab­schluss des EU-US-Rah­men­ab­kom­mens, um glei­che und ver­stärk­te Da­ten­schutz­stan­dards bei der Kri­mi­na­li­täts­be­kämp­fung zu ha­ben. Und wir müs­sen zwei­tens das auf pri­vat­wirt­schaf­li­chen Da­ten­aus­tausch aus­ge­rich­te­te Safe-Har­bor-Ab­kom­men auf­kün­di­gen und selbst­be­wusst neu ver­han­deln. Drit­tens müs­sen wir un­se­re Haus­auf­ga­ben ma­chen und in die Eu­ro­päi­sche In­fra­struk­tur in­ves­tie­ren, da­mit wir un­se­re IT-Si­cher­heit er­hö­hen und tech­no­lo­gisch un­ab­hän­gig sind“, so Voss ab­schlie­ßend.