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Kfz-TÜV: Neue EU-Stan­dards für mehr Sicher­heit

11.03.2014

Kei­ne Zusatz­kos­ten und stren­ge Lkw-Kon­trol­len

Euro­pas Stra­ßen sol­len siche­rer wer­den, ohne dass dies zu einer Mehr­be­las­tung für deut­sche Auto­fah­rer führt. Das Euro­päi­sche Par­la­ment ver­ab­schie­de­te heu­te zwei neue EU-Richt­li­ni­en zu Haupt­un­ter­su­chun­gen für Kraft­fahr­zeu­ge und Unter­wegs­kon­trol­len für Nutz­fahr­zeu­ge.

„Für deut­sche Auto­fah­rer ändert sich nichts, aber wir expor­tie­ren die deut­schen Sicher­heits­stan­dards nach ganz Euro­pa“, sag­te der Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Axel Voss (CDU).

Es bleibt beim gegen­wär­tig in Deutsch­land gel­ten­den Prüf­in­ter­vall für die Haupt­un­ter­su­chun­gen (HU) von Pkw, Lkw und Motor­rä­dern. „Deut­sche Auto­fah­rer müs­sen wie bis­her auch nach einem Neu­wa­gen­kauf nach drei Jah­ren zur HU und danach alle zwei Jah­re. Jähr­li­che Prü­fun­gen konn­ten wir ver­hin­dern; sie kos­ten den Auto­fah­rer nur Zeit und Geld, brin­gen aber kei­nen Mehr­wert für die Sicher­heit“, so Voss.

Die Anfor­de­run­gen an mobi­le Kon­trol­len von Lkw wer­den ver­schärft. Die­se Unter­wegs­kon­trol­len sol­len künf­tig nach ein­heit­li­chen Stan­dards und euro­pa­weit durch­ge­führt wer­den. „Für Deutsch­land als wich­tigs­tes euro­päi­sches Tran­sit­land bedeu­tet dies mehr Ver­kehrs­si­cher­heit. Wir wol­len, dass auch ande­re EU-Staa­ten Last­wa­gen streng kon­trol­lie­ren. Die Suche nach abge­fah­re­nen Rei­fen oder zu schwa­chen Brem­sen gehört des­halb künf­tig zum euro­pa­wei­ten Kon­troll­stan­dard.
Zudem wer­den euro­pa­weit ein­heit­li­che Nor­men für die Ladungs­si­che­rung fest­ge­legt, die bei den Mobil­kon­trol­len geprüft wer­den. Rut­schen­de Ladung, die im Ernst­fall sogar auf die Stra­ße fal­len kann, muss ver­hin­dert wer­den“, führt Voss aus, der die Städ­te Köln, Bonn und Lever­ku­sen sowie die Krei­se Rhein-Sieg und Rhein-Erft im Euro­päi­schen Par­la­ment ver­tritt.

Über die bei­den EU-Richt­li­ni­en gibt es bereits eine Eini­gung mit den Mit­glied­staa­ten. Die neu­en Vor­schrif­ten gel­ten ab Früh­jahr 2018.