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Fi­nan­zie­rung von Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen muss trans­pa­rent sein

31.01.2014

In Brüs­sel tä­ti­ge Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen soll­ten of­fen­le­gen, wie vie­le Gel­der sie er­hal­ten und von wem, wenn sie po­li­ti­sche Pro­zes­se be­ein­flus­sen wol­len oder In­for­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung stel­len. Dies for­dert die EVP-Frak­ti­on im Eu­ro­päi­schen Par­la­ment nach ei­ner Ex­per­ten­an­hö­rung im Eu­ro­päi­schen Par­la­ment über die Ver­wen­dung öf­fent­li­cher Gel­der durch Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen:

„Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen kön­nen ei­ne wich­ti­ge In­for­ma­ti­ons­quel­le für po­li­ti­sche Ent­schei­dungs­trä­ger sein, zum Bei­spiel durch die Be­reit­stel­lung von Da­ten und tech­ni­schen In­for­ma­tio­nen. Aber da­mit wer­den sie zu­gleich Teil des po­li­ti­schen Pro­zes­ses und müs­sen trans­pa­rent sein“, sag­te der Eu­ro­pa­ab­ge­ord­ne­te Axel Voss.

„Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen kön­nen nicht Trans­pa­renz von An­de­ren for­dern und In­for­ma­tio­nen über ih­re ei­ge­nen Kon­ten zu­rück­hal­ten. Dies ist ins­be­son­de­re der Fall für die zahl­rei­chen wirt­schafts­fer­nen Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen, von de­nen ei­ni­ge EU-Zu­schüs­se oder Gel­der von den Mit­glied­staa­ten er­hal­ten. Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen nut­zen ih­ren Ein­fluss, um sich für ein be­stimm­tes The­ma ein­zu­set­zen. Wo ei­ne öf­fent­li­che Fi­nan­zie­rung im Spiel ist, hat der Steu­er­zah­ler das Recht zu wis­sen, wie sein Geld aus­ge­ge­ben wird“, führ­te Voss aus.

Nach ei­ner ak­tu­el­len An­ga­be der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on er­hiel­ten 2013 ins­ge­samt 8.275 Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen Mit­tel aus dem EU-Haus­halt. Die EU zahl­te die­sen Or­ga­ni­sa­tio­nen im letz­ten Jahr ins­ge­samt 4,49 Mrd. Eu­ro aus.